Neubau Holzsteg am Nussbaumersee
Holzbau
Jahr
2025/2026
Ort
Nussbaumersee, Hüttwilen
Länge des Stegs
ca. 74 m
RUBA hat den Ersatzneubau eines Holzstegs über einer Flachwasserzone im Seebachtal am Nussbaumersee realisiert. Der bestehende, altersbedingt stark geschädigte Steg wurde vollständig erneuert, um die sichere Begehbarkeit eines wichtigen Abschnitts des Wanderwegnetzes langfristig zu gewährleisten.
Der ursprüngliche Steg wurde im Jahr 2003 im Zuge der Aufwertung des Gebiets im Riet erstellt. Nach über zwei Jahrzehnten intensiver Nutzung und permanenter Feuchtigkeitsbelastung zeigte die Holzkonstruktion deutliche Schäden wie morsche Pfähle, geschwächte Tragebalken und beschädigte Verbindungen. Provisorische Reparaturen wie das Unterlegen von Betonplatten konnten den Verfall nur kurzfristig verzögern. Die wechselnden Feuchtigkeitsbedingungen im sensiblen Feuchtgebiet beschleunigten den natürlichen Zersetzungsprozess des Holzes erheblich. Eine umfassende Erneuerung des Holzstegs wurde damit unumgänglich.
Im Winter 2025/26 wurde der neue Steg vollständig neu errichtet. Der neue Laufsteg liegt auf stabilen Zangen, die von robusten Eichenpfählen getragen werden. Insgesamt sorgen 52 Eichenstämme als Fundamente für maximale Stabilität im anspruchsvollen Untergrund. Im Vergleich zum bestehenden Bauwerk wurden einzelne Details angepasst. Dazu gehören ein Pfahlabstand von rund zwei Metern, das Einrammen der Pfähle direkt im Wasser sowie Anpassungen im Verlauf des Stegs mit zwei Richtungsänderungen.
Für den Neubau wurden gezielt geeignete Holzarten eingesetzt. Die tragenden Elemente bestehen aus Eichenholz, während für die Lauffläche und Geländerteile Lärchenholz verwendet wurde. Diese Materialwahl trägt den besonderen Anforderungen des feuchten Standorts Rechnung und unterstützt die angestrebte Langlebigkeit der Konstruktion.
Die Bauarbeiten wurden in die Winterzeit gelegt, um die sensible Natur möglichst wenig zu beeinträchtigen. Während dieser Ruhephase konnten Eingriffe in die Flachwasserzone reduziert werden, und auch die Tierwelt war weniger gestört. Das zeitweise zurückgeschnittene Schilf hat sich danach rasch wieder regeneriert.
Der neue Steg sichert einen wichtigen Abschnitt des Wanderwegnetzes im Seebachtal und ermöglicht gleichzeitig das Erleben der vielfältigen Natur in der Flachwasserzone. So verbindet er Funktion und Naturerlebnis auf zurückhaltende Weise.
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