Ofenturm für Ziegeleimuseum
Ausstellungsbau
Kunde
Ziegeleimuseum Cham
Eröffnungszeitpunkt
April 2021
Ort
Cham
Für das Ziegeleimuseum in Cham realisierte RUBA ein anspruchsvolles Ausstellungs- und Bauprojekt rund um einen rund neun Meter hohen Ofenturm aus Stampflehm. Im Zentrum stand die konstruktive Umsetzung zentraler Bauelemente für den Aussichtsturm, der als Experiment und Erlebnisraum konzipiert wurde. RUBA war dabei insbesondere für zentrale Holz- und Metallbaukomponenten verantwortlich, die den Turm funktional erschliessen und begehbar machen.
Der Ofenturm im Ziegeleimuseum Cham wurde als experimentelles Bauwerk konzipiert, das die Nutzung von Lehm als nachhaltigen Baustoff in den Mittelpunkt stellt. Der rund neun Meter hohe Turm kombiniert traditionelle Materialität mit moderner Konstruktionstechnik. Ziel des Projekts war es, Lehm als tragende und gestaltende Ressource erlebbar zu machen und gleichzeitig einen funktionalen Aussichtspunkt für das Museumsgelände zu schaffen. Die Konstruktion verbindet Ausstellung, Architektur und experimentellen Holz- und Lehmbau.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die vertikale Erschliessung des Turms. RUBA realisierte hierfür eine rund neun Meter hohe Spindeltreppe in massgefertigter Ausführung, ergänzt durch einen Dachausstiegszylinder sowie ein speziell entwickeltes Falttor aus Metall. Diese Bauteile ermöglichen den sicheren Zugang zur Aussichtsplattform und fügen sich gleichzeitig präzise in die bestehende Lehmbaukonstruktion ein. Die Kombination aus Metallbau und Holzbau stellt dabei hohe Anforderungen an Genauigkeit, Stabilität und Montagekoordination. Das Hebefalttor sowie der bewegliche Dachzylinder wurden so konzipiert, dass sie funktional bedienbar sind und gleichzeitig den experimentellen Charakter des Bauwerks unterstützen.
Die Aussichtsplattform des Ofenturms wurde mit massiven Holzbalken umgesetzt, die als tragende Konstruktion dienen. Die rund 14 Meter langen Balken wurden über Verbindungslaschen miteinander verbunden und bilden die statische Grundlage der oberen Ebene. Die Montage der tragenden Elemente erfolgte mit hoher Präzision, da die Konstruktion auf den Lehmmodulen exakt abgestimmt werden musste. Diese Schnittstelle zwischen Holzbau und Lehmbau stellte eine besondere technische Herausforderung dar.
Die Umsetzung des Ofenturms erforderte eine besonders präzise Abstimmung aller Bauteile und Gewerke. Die Verbindung von Lehmbau, Holzbau und Metallbau stellte hohe Anforderungen an Planung, Fertigung und Montage. Alle Elemente mussten millimetergenau aufeinander abgestimmt werden, insbesondere dort, wo tragende Konstruktionen, bewegliche Bauteile und Ausstellungselemente ineinandergreifen. Die Integration der Spindeltreppe, des Falttors sowie der tragenden Plattformstruktur verlangte eine enge Koordination zwischen den beteiligten Disziplinen.
Das Projekt zeigt exemplarisch, wie im Bereich Ausstellungsbau und Sonderkonstruktionen komplexe Bauaufgaben gelöst werden, bei denen Architektur, Funktion und technische Umsetzung ineinandergreifen. RUBA realisiert in diesem Umfeld regelmässig anspruchsvolle Projekte, bei denen unterschiedliche Materialien und Konstruktionen zu einer funktionalen und gestalterischen Einheit verbunden werden.
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