Temporärer Holzpavillon für Forschung und Wohnen in Stuttgart
Ausstellungsbau
Jahr
2021
Ort
Stuttgart
Architekt
Schürmann + Witry
Im Quartier „Am Rotweg“ in Stuttgart entstand 2021 die sogenannte "Laborbühne" ein temporärer Holzpavillon für Diskussionen, Veranstaltungen und Experimente rund um das Thema Wohnen. RUBA war für die Realisierung der Holzkonstruktion verantwortlich und setzte den Pavillon nach architektonischen Vorgaben als flexibles, wiederverwendbares Systembauwerk um.
Die Laborbühne basiert auf einem klar strukturierten Baukastenprinzip, das eine besonders flexible Nutzung ermöglicht. Bereits in der Planungsphase wurde berücksichtigt, dass der Pavillon nicht als statisches Bauwerk gedacht ist, sondern sich über die Zeit verändern und erweitern lassen muss. Dadurch kann die Struktur je nach Bedarf angepasst, ergänzt oder vollständig rückgebaut und wiederverwendet werden.
Die einzelnen Bauteile sind so konzipiert, dass sie von zwei Personen montiert werden können. Diese einfache Handhabung ermöglicht einen effizienten Auf- und Abbau und unterstützt den temporären Charakter des Projekts. Die Konstruktion wurde bewusst auf einfache, robuste und gut wiederverwendbare Elemente ausgelegt, um eine langfristige Nutzung im Sinne nachhaltiger Bauweise zu ermöglichen.
Die Laborbühne ist mehr als ein Pavillon. Sie ist ein offener Raum für Austausch und Experimente. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit dem Thema Wohnen und der Frage, wie zukünftige Lebensräume gestaltet werden können. Der Pavillon bietet Platz für Veranstaltungen, Konzerte, Podiumsdiskussionen und Forschungsformate, die sich mit der Entwicklung des Quartiers beschäftigen. Durch seine offene Struktur schafft der Bau eine direkte Verbindung zwischen gebautem Raum und gesellschaftlichem Dialog. Die Nutzung ist bewusst vielseitig gehalten, sodass unterschiedliche Akteure aus Architektur, Planung, Forschung und Kultur zusammenkommen können. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse fliessen direkt in die Weiterentwicklung des Quartiers „Am Rotweg“ ein.
Die Konstruktion der Laborbühne wurde so entwickelt, dass sie aus vorgefertigten Bauteilen besteht, die vor Ort schnell und effizient montiert werden können. Diese Vorgehensweise reduziert den logistischen Aufwand und ermöglicht einen strukturierten, klar planbaren Aufbau. Auch der Rückbau ist integraler Bestandteil des Konzepts. Die Elemente lassen sich demontieren, transportieren und erneut einsetzen. Dadurch entsteht ein Bauwerk, das nicht nur für einen einzelnen Einsatz konzipiert ist, sondern über mehrere Nutzungszyklen hinweg bestehen kann.
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